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Schneeketten Test-Überblick und Vergleich 2018/2019

Schneeketten werden immer dann gebraucht, wenn es wirklich drauf ankommt. Wer mit dem Auto in der kalten Jahreszeit auf hochgelegenen Pässen und Bergstrecken unterwegs ist, sollte im Idealfall immer Schneeketten dabeihaben, denn diese Traktionshilfen sind insbesondere auf schneebedeckten Steigungen oder auf Fahrbahnen mit einer geschlossenen Schneedecke oft unentbehrlich. Wenn der harte Winter einbricht, sind Schneeketten also wichtige Utensilien, die jeder PKW an Bord haben sollte.

Montierte Schneeketten

Damit Interessenten besser und schneller die passenden und besten Schneeketten für die persönlichen Bedürfnisse finden können, haben wir diverse Tests im Internet genauer unter die Lupe genommen. Dieser Ratgeber umfasst alle wichtigen Informationen zu Schneeketten, er behandelt gleichzeitig wichtige Zubehörfragen und gibt Aufschluss über viele weitere Passagen.

1. Schneeketten Test-Übersicht

In vielen Ländern mit hohem Schneeaufkommen besteht eine gesetzliche Reifenpflicht. Zumindest Winterreifen müssen auf einem Auto immer montiert sein, wenn in einer bestimmten Region mit schneebedeckten Fahrbahnen zu rechnen ist. Eventuell kann es zudem nötig sein, dass noch zusätzlich Schneeketten montiert werden müssen, um bei Schnee und Eis sicherer und besser im Straßenverkehr voran zu kommen. Schneeketten dienen besonders bei Steigungen oder einem Gefälle als zusätzliche Maßnahme zu Winter- oder Ganzjahresreifen und unter Umständen kann die Montage sogar gesetzlich vorgeschrieben sein. Inwiefern eine Pflicht besteht, regelt das Verkehrsschild 268. Wie es auf dem Brenner aussieht, erfahren Sie in unserem Artikel.

Das Schneeketten Schild

Dieses Schild bedeutet: Es ist Zeit für Schneeketten!

Wer in seinen wohlverdienten Winterurlaub mit dem eigenen Fahrzeug starten möchten, sollte unbedingt auch Schneeketten mit im Reisegepäck haben. Werden diese dann montiert, sollte der Fahrer beachten, dass in Deutschland das Fahren mit Schneeketten nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erlaubt ist. Wer hingegen die Schneekettenpflicht komplett ignoriert, muss mit einem Bußgeld rechnen. Darüber hinaus kann dies im Falle eines Unfalls zu Schwierigkeiten mit der Versicherung führen. Mit einer entsprechenden Pflicht ist insbesondere in den Alpen zu rechnen. Einzig in der Schweiz existiert kein Gesetz, dass die Montage von Winterrädern oder Schneeketten gesetzlich vorschreibt. Natürlich ist das Fahren im Winter auch in der Schweiz ausschließlich mit guten Winterreifen sicher und daher unbedingt zu empfehlen. Sommerreifen sind letzten Endes für schneebedeckte Straßen nicht ausgelegt, wodurch das Unfallrisiko unnötig erhöht wird.

Schneeketten bestehen meist aus einem Stahlnetz, welches um die Laufflächen der Bereifung gelegt wird. Im Grunde funktionieren sie nach einem einfachen Prinzip, denn der Untergrund verkantet sich mit dem Net und bietet somit den Reifen einen idealen Schutz gegen Rutschen und Durchdrehen.

2. Wer hat Schneeketten getestet und was kam dabei heraus?

Bei starkem Schneefall und eisglatten Straßen kann es schnell passieren, dass selbst teure und gute Winterreifen einfach nicht mehr ausreichen und ihren Dienst quittieren müssen. Damit eine sichere Weiterfahrt möglich ist, kann dann in der Regel auf die Montage von Schneeketten nicht mehr verzichtet werden.

Montierte Schneeketten

So sehen einfache, montierte Schneeketten mit automatischer Nachspannung aus!

Unterschiedliche Institutionen haben bereits Schneeketten ausführlich getestet. Wie die verschiedenen Tests bisher zeigten, bieten besonders die neuen Modelle einen guten Komfort bezüglich der Montage. Es kann daher grundsätzlich beim Kauf von Schneeketten sinnvoll sein, den ein oder anderen Euro mehr zu investieren. Die entsprechenden Ergebisse der Tests haben wir im fokgenden nochmal kurz und knapp zusammengefasst:

2.1. Schneeketten-Testergebnisse: ADAC

Der Test des ADAC zeigt, dass sich Stahlketten fest etabliert haben und die Montagefreundlichkeit bei den modernen Modellen schon längst kein Thema mehr ist. Der ADAC untersuchte sieben traditionelle Schneeketten und sämtliche Modelle erhielten das ADAC Urteil „gut“. Sogar Niedrigpreis-Ketten für unter 40 Euro konnten hier mithalten, wobei man dabei einige Abstriche im Handling in Kauf nehmen muss.

2.2. Schneeketten-Testergebnisse: Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC)

Der Test des ÖAMTC konnte ähnliche Ergebnisse erzielen, wie der Schneeketten-Test des ADAC. Allerdings konnten unter den insgesamt 13 getesteten Schneeketten lediglich vier Modelle mit einem guten Urteil ausgezeichnet werden. Diese liegen im Preisbereich zwischen 55 und 120 Euro. Fünf Ketten erhielten hingegen nur 2 von 4 möglichen Empfehlungs-Punkten. Der Rest musste sich mit einem Punkt zufriedengeben.

2.3. Schneeketten-Testergebnisse: Autobild

Auch die Experten der Autobild unterzogen Schneeketten bereits umfangreichen Tests. Auch hier wurde deutlich, dass es sich nicht lohnt, zu den ganz billigen Modellen zu greifen. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass für rund 70 Euro bereits hochwertige und funktionelle Schneeketten mit gutem Handling zu finden sind.

2.4. Weitere Testergebnisse

Umfangreiche Tests zu Schneeketten werden natürlich nicht nur von unabhängigen Instituten getestet, sondern auch die Hersteller testen ihre eigenen Produkte immer wieder auf Herz und Nieren, um dem Kunden eine hohe Funktionalität und Qualität bieten zu können.

3. Kaufberatung für Schneeketten: Darauf muss geachtet werden

Wer sich auf die Suche nach guten Schneeketten macht, findet im Handel eine riesige Auswahl verschiedener Modelle. Demetsprechend schwierig kann es demnach sein, sich für bestimmte Ketten zu entscheiden. Wer beim Kauf jedoch die folgenden Kaufkriterien beachtet, wird relativ schnell die passenden Schneeketten für eine sichere Fahrt finden.

3.1. Qualität
Eine hochwertige Qualität ist bei Schneeketten natürlich mitunter der wichtigste Faktor. Wer beim Kauf neuer Ketten ausschließlich preisliche Aspekte beachtet, muss letzten Endes nicht selten doppelt kaufen, denn meist können Billigmodelle weder qualitativ noch funktionell überzeugen. Hier muss der Kunde im Grunde damit rechnen, dass trotz der Schneeketten kein Weiterkommen möglich ist, weil die Modelle entweder kaum für eine ausreichende Bodenhaftung sorgen, oder diese sich sogar von Vornherein nicht ordnungsgemäß montieren lassen. Beim Kauf sollte ein genaues Auge auf die Stärke der Kettenglieder geworfen werden und auch eventuell vorhandene Kunststoffverbindungen müssen auf ihre Widerstandsfähigkeit genauer untersucht werden.

3.2. Montage
Je nach Schneeketten kommen unterschiedliche Montagearten zum Einsatz:

Seilmontage
Schneeketten, die über einen Seilring verfügen, werden im Stand montiert. Das Fahrzeug muss dafür jedoch nicht vor und zurück rangiert werden. Die Modelle liegen im Preis in der Regel günstigen. Hat das Fahrzeug zwischen Rad und Radkasten nur wenig Freiraum zur Verfügung, müssen die Schneeketten natürlich eine niedrigere Gliedhöhe aufweisen.Daher sind die Ketten mit Seilmontage mit verschiedenen Gliedhöhen erhältlich.
Ringmontage
Schneeketten, die mit einem Ring sowie einem Hakenverschluss versehen sind, werden heute kaum noch im Handel angeboten. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Montage einiges an Wissen voraussetzt. Wer sich dennoch solche Schneeketten kaufen möchte, sollte im Vorfeld unbedingt einige male geübt haben, damit bei Bedarf die Montage auch zügig und problemlos von statten geht. Um Schneeketten mit der Ringmontage anzubringen, ist es notwendig, um bzw. hinter den Reifen zu greifen. Bei vielen Fahrzeugen ist dies ein ziemlich schwieriges Unterfangen.
Schneeketten mit Flaschenzugverschluss
Es ist auch bei diesem System nötig, um das Rad zu greifen, damit die Ketten montiert werden können. Das Fahrzeug muss bewegt werden, damit das Anlegen um den Reifen möglich ist. Es besteht darüber hinaus eine gewisse Problematik, wenn zwischen Radkasten und Rad nur wenig Freiraum zur Verfügung steht.
Schnellmontage
Einige Hersteller bieten diverse Aufziehsysteme an, die ebenfalls auf unterschiedliche Art und Weise montiert werden. Das Aufziehen auf die Reifen geht hier jedoch meist im Handumdrehen über die Bühne, was dem Anwender eine große Zeitersparnis gewährleistet. Es kann jedoch auch hier bei Problemen kommen, da oft im Vorfeld komplizierte Vorarbeiten zu leisten sind. Es gibt außerdem auch Schneeketten, die ausschließlich mit einem speziellen Adapter aufgezogen werden können.

Je nach Fahrzeug müssen die Schneeketten vorne oder hinten montiert werden.

3.3. Wendbarkeit
Wendbarkeit bedeutet bei Schneeketten, dass sie sich auch umgekehrt aufziehen lassen. Die Wendbarkeit leistet einen wichtigen Beitrag dafür, die Lebensdauer der Schneeketten um ein Vielfaches zu vergrößern, denn wendbare Schneeketten können mehrfach verwendet werden. Die Abnutzung findet bei diesen Modellen nicht nur konstant einseitig statt, sodass sich die Lebensdauer im besten Fall um bis zu 100 % verlängern kann. Die Ketten bieten darüber hinaus auf beiden Seiten eine gute Sicherheit, sodass es zu keinen Einbußen in der Qualität kommt – unabhängig von der derzeit verwendeten Seite.

3.4. Die richtige Größe
Es ist unbedingt wichtig, dass die Schneeketten die passende Größe aufweisen. Welche Schneeketten-Größe die Richtige ist, ergibt sich eigentlich aufgrund der Reifendimensionen des PKW. Sollten die Reifengrößen nicht auf den Rädern gekennzeichnet sein, hilft ach ein Blick in den Fahrzeugschein. Darin findet man neben der genauen Bezeichnung des Autos (Modell und Marke) auch sämtliche Angaben zur richtigen Reifengröße.

3.5. Ö-Norm bzw. TÜV-Siegel
Das TÜV-Siegel und die Ö-Norm sind hervorragende Maßstäbe dafür, dass Schneeketten eine bestimmte Qualität aufweisen, die den Sicherheitsanforderungen von Deutschland bzw. Österreich entsprechen. Den Käufern in Deutschland gibt das TÜV-Siege Aufschluss darüber, dass den Testanforderungen entsprochen werden konnte. Ist dieser Hinweis nicht vorhanden, kann dem Fahrzeug unter Umständen eine Mehrschuld angerechnet werden. In Österreich gilt hingegen die Ö-Norm für alle Schneeketten. Diese Norm regelt die Beschaffenheit und Qualität von Schneeketten, damit im Winter ein hoher Sicherheitsstandard im Straßenverkehr vorherrschen kann. Fehlt diese, kann auch hier ein Bußgeld erlassen werden.

3.6. Anwendung
Die Anwendung der Schneeketten ist klar auf einen sehr starken Schneefall begrenzt. Sie bieten zwar auch bei Glatteis einen Schutz, allerdings nur, wenn auch Winterreifen vorhanden sind. Wer als Autofahrer das Gefühl hat, dass die Winterreifen auf glatten Fahrbahnen zu schlecht haften, sollte unbedingt das Reifenprofil überprüfen. Sollte dieses zum Teil schon abgefahren sein, ist es unter Umständen sinnvoll, zuerst neue Winterräder anzuschaffen. Daher greift die Anwendung von Schneeketten erst an einer Schneedecke von etwa 5 cm optimal. Schneefälle begrenzt.

3.7. Typ
Schneeketten unterscheiden sich außerdem auch in ihrem Typ. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur für bestimmte Verwendungszwecke geeignet sind und zudem noch zusätzlichen Schutz bieten. Nachfolgend werden zwei der beliebtesten Typen genauer vorgestellt:

Anfahrhilfe
Bei Schneefall dient die Anfahrhilfe beispielsweise dazu, ein im Schnee steckengebliebenes Fahrzeug zu befreien. Die Schneeketten mit Anfahrhilfe müssen dafür wie gewohnt an der Antriebsachse des PKW montiert werden. Zudem sind diese Schneeketten sehr einfach anzubringen – auch von nur einer Person. Auch aktuell gilt dies noch nach wie vor.
Die Anfahrhilfe ist weiterhin auch für kurze Strecken geeignet., wobei diese nur mit geringeren Geschwindigkeiten gefahren werden dürfen. Zusätzlich erfüllen Modelle mit Anfahrhilfe nicht die jeweiligen Sicherheitsstandards, die in Regionen mit Schneekettenpflicht unbedingt vorliegen müssen. Wer trotzdem solche Schneeketten auf den Strecken verwendet, muss bei einem Unfall gegebenenfalls mit versicherungstechnischen und rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Vollwertige Schneekette
Der Begriff „vollwertige Schneekette“ fasst alle anderen Schneeketten zusammen, die sich weiterhin in Spur- und Antriebsketten unterteilen. Solche Modelle lassen sich im Grunde sehr leicht daran erkennen, dass sie die komplette Lauffläche des Reifens umfassen. Dabei bilden die einzelnen Kettenglieder ein Netz, was den Reifen beim Fahren zuverlässig in der Fahrspur hält. Können die Winterreifen keine Haftung mehr bieten, können die Ketten greifen und den Wagen sicher in der Spur halten.

4. Vorteile und Nachteile von Schneeketten

Schneeketten sind eine wichtige Winterausrüstung für alle Autofahrer. Wollen im Winter Steigungen und berge mit dem Auto bewältigt werden, gewährleisten hochwertige Schneeketten, dass das Fahrzeug ohne jegliche Verzögerung sicher am Ziel angelangt. Es kommt auf schneeglatten Fahrbahnen nicht selten vor, dass selbst gute Winterreifen eine zu geringe Bodenhaftung aufbringen. Im schlimmsten Fall kann der PKW dann ins Schleudern geraten oder von der Fahrbahn abkommen. Als Folge ergeben sich dann oft nicht nur Schäden am Fahrzeug, sondern auch Verletzungen des Fahrers sowie der Insassen können vorkommen. Mit guten Schneeketten wird dem Fahrer auch auf schneeglatter Fahrbahn eine gewisse Stabilität gewährleistet, die es leichter macht, das Auto in der Spur zu halten. Folglich sind Schneeketten der beste Schutz, um Unfälle durch Rutschen zu verhindern.

Es passiert im Winter immer wieder vorrangig an Steigungen, dass die Kraft des Fahrzeugs und die Haftung der Winterreifen nicht mehr ausreichen. Dan hilft oft nur noch ein Mehrdruck aufs Gaspedal, um die Steigung überwinden zu können. Doch auch dann drehen die Räder einfach durch und das Fahrzeug kann noch von Ort und Stelle bewegt werden. Dann ist das Anlegen von Schneeketten meist unabwendbar, damit die Weiterfahrt gelingt. Wer sich in die Berge mit dem Auto begibt und keine Schneeketten mitführt, handelt grob fahrlässig, denn auch die Winterreifen können keine Schneeketten so einfach ersetzen. Selbst wenn die Winterreifen neu sind und ein entsprechend gutes Profil besitzen, kann es schnell zu einer Situation kommen, wo es kein Vorankommen mehr gibt.

Darüber hinaus ist eine Schneekettenpflicht auch auf einigen Strecken durch Hinweisschilder gekennzeichnet. Wer diese Regionen ohne Schneeketten befährt, muss in der Regel mit einem Bußgeld rechnen. Aber auch andere, deutlich höhere Strafen sind zu erwarten. Schneeketten gehören dementsprechend zu der unabdingbaren Winterausrüstung im Auto.

Dank der neuartigen Systeme ist das Anlegen von Schneeketten heute längst kein Hexenwerk mehr, denn in der Regel lassen sich die Schneeketten mit wenigen Handgriffen auf das Rad montieren. Es ist wichtig, dass die Ketten wieder abgenommen werden, sobald die Fahrbahn wieder frei ist, auch wenn es bis zur nächsten Schneedecke nur wenige Kilometer sind. Es können ansonsten durch die Härte der Schneeketten und die Beschaffenheit der Fahrbahn enorme Schäden am Reifen und am Auto entstehen. Auch die Fahrbahn wird hierdurch natürlich stark beschädigt.

4.1. Vor- und Nachteile von Schneeketten im Überblick

Vorteile:

  • Schneeketten sind leicht anzubringen
  • Bieten im Winter Sicherheit
  • Helfen auch bei Matsch
  • Können sogar im Sand Sicherheit gewährleisten
  • Nicht nur für PKW geeignet; auch bei Sonderfahrzeugen
  • Ein Rutschen oder Durchdrehen der Räder kann verhindert werden
  • Sicheres Fahren für Berufskraftfahrer, Wohnmobile, LKWs und Bussen.
  • Anfahren ist auch auf schwierigem Gelände möglich
  • Der PKW kommt auch beim Bremsen schneller zum Stehen
  • Benötigen wenig Platz im Kofferraum
  • Stabilitätsgewinn am Fahrzeug

Nachteile:

  • Ständig Ab- und Auflegen kann nicht verhindert werden.
  • Es muss immer auf den richtigen Sitz geachtet werden.
  • Ansonsten sind Schäden am Fahrzeug zu befürchten

5. Weitere wichtigen Informationen für den Kauf von Schneeketten

Wer mit dem eigenen PKW eine Reise in die Alpen plant, kommt nicht drumherum, Schneeketten anzuschaffen. Es gibt nicht nur viele Hersteller, die sich der Produktion von Schneeketten verschrieben haben, sondern auch zahlreiche unterschiedliche Schneekettenarten stehen auf dem Markt zur Verfügung. Dementsprechend schnell kann ein Laie da auch schon mal den Überblick verlieren. Da es jedoch gesetzlich geregelt ist, dass bestimmte Streckenabschnitte im Winter ausschließlich mit Schneeketten befahren werden dürfen, sollten Kunden die folgende Checkliste ebenfalls beachten, um nach dem Kauf keine bösen Überraschungen erleben zu müssen. Damit erspart man sich nicht nur viel Ärger, Zeit und Geld, sondern man entgeht auch eventuellen Strafen, die ein Fehlkauf nach sich ziehen kann. Es ist enorm wichtig, dass Schneeketten stets auf das jeweilige Fahrzeug genau abgestimmt werden, denn nur so kann eine optimale Funktionsweise gewährleistet werden.

– Vor dem Kauf muss der Interessent den Auto-Hersteller sowie die genaue Bezeichnung des PKWs kennen. Diese Informationen können aus dem Fahrzeugschein entnommen werden. Es gibt zudem Schneeketten für verschiedene Fahrzeugarten. So sond also auch Modelle für Wohnmobile, Transporter, SUV oder 4×4 Fahrzeuge erhältlich. Aufgrund des höheren Eigengewichts benötigen solche Fahrzeuge nämliche verstärkte Schneeketten und dürfen nicht mit herkömmlichen PKW-Schneeketten bestückt werden.
– Die Hersteller geben klare Anweisungen, welche Schneeketten sich für welche Fahrzeuge eignen. Die fahrzeugspezifischen Daten lassen sich ebenfalls im Fahrzeugbrief nachlesen. Im Zweifelsfall kann auch ein Händler kontaktiert werden, damit dieser Auskünfte erteilt.
– Erst nach der genauen Kenntnis über die Daten des jeweiligen Fahrzeuges kann der Kunde die passenden Schneeketten auswählen. Aber auch hier müssen unbedingt erneut die Anweisungen des Herstellers beachtet werden.
– Alufelgen benötigen in der Regel spezielle Schneeketten. Die Hinweise darauf sind meist bereits auf der Verpackung der Ketten angegeben. Sind dort keine Informationen zur Felgenart vorhanden, ist es unter Umständen möglich, dass für diese Felgen keine Schneeketten zugelassen sind. In diesem Fall sollte der Felgenhersteller kontaktiert werden.
– Die Anbringung der Ketten sollte unbedingt überprüft werden. Da es im Handel unterschiedliche Systeme gibt, sollte sich der Kunde nach Möglichkeit ein Modell aussuchen, was er selbst am einfachsten bedienen kann. Damit man erkennt, welche Montage am leichtesten von der Hand geht, kann eventuell eine Testanbringung durchgeführt werden.
– Auch der Abstand zwischen Reifen und Radlauf muss beachtet werden, denn ist bei einem Fahrzeug hier nur wenig Platz vorhanden, werden Schneeketten mit einer geringen Eigenhöhe benötigt.

6. Hersteller von Schneeketten

Auf dem Markt tummeln sich mehrere Hersteller, die sich mit der Entwicklung von Schneeketten beschäftigen. Die bekanntesten stellen wir im Folgenden vor:

RUD Group
RUD (Rieger und Dietz) hat sich der Herstellung von Ketten jeglicher Art verschrieben und seit dem Jahr 1875 ist die Firma bekannt für qualitative Produkte. Die Schneeketten von RUD sind weltweit erhältlich, denn RUD ist auch über die Landesgrenzen hinweg sehr bekannt. Nicht nur Schneeketten gehören zum umfangreichen Sortiment des Herstellers, sondern Ketten jeglicher Art zum Heben, Ziehen, Antreiben, Fördern und Bewegen. Besonders beliebt sind unter anderem die Gleitschutzketten von RUD, denn diese können auf schneeglatter Fahrbahn und auch auf Eis für genügend Sicherheit sorgen.
Maggi
Der italienische Hersteller Maggi beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Herstellung von Schneeketten für den Bereich PKW, LKW und Sonderfahrzeuge. Sogar eine Produktpalette, die bei der Landwirtschaft, in der Industrie sowie bei der Marine zum Einstaz kommt, vertreibt der Produzent. Um die Qualität der Ketten maßgeblich zu verbessern und stetig weiter auszubauen, besitzt das Unternehmen einen eigenen Forschungs- und Entwicklungsbereich, sowie eigene Produktionsstätten an verschiedenen Standorten. Die Schneeketten von Maggi gelten als langlebig, sie lassen sich leicht montieren und besitzen darüber hinaus enorm hohe Qualitätsmaßstäbe.
Pewag
Pewag gehört im Bereich der Schneeketten ebenfalls zu den führenden Herstellern. Die Produkte sind auch international erhältlich, denn die Firma genießt weltweit einen sehr guten Ruf. Pewag ist in der Steiermark ansässig und hier werden auch die Tests durchgeführt, damit stetig neue Techniken entwickelt werden können. Besonders auffallend ist bei Schneeketten von Pewag die problemlose, kinderleichte Montage. Viele Bereichte und Tests bestätigen immer wieder die Hochwertigkeit und das bequeme Handling der Schneeketten.
König
Die Firma König wurde 1976 in Italien gegründet und verfügt mittlerweile über einen mehr als 100.000 Quadratmeter großen Betrieb. Die Forschung und Produktion der Schneeketten finden bei König demnach auf dem eigenen Gelände statt. Die Firma kann daher besonders schnell konzipieren und regieren, wenn es auch wirklich drauf ankommt. Von der ersten Bearbeitung des Drahtes bis hin zum ltzten Feinschliff an den Ketten wird jeder einzelne Produktionsschritt in Italien statt. Das Unternehmen schloss sich im Jahr 2004 der Thule Gruppe an.
Confon AG
Die Confon AG wurde im Jahr 1979 in der Schwei gegründet und hat seither auch den Hauptsitz dort. Die Marke Arlac gehört ebenfalls zum Unternehmen und auch die bekannten Spider Spikes werden von der Confon G hergestellt. Erstere bestehen beispielsweise aus einem hochwertigen Kunststoff. Allerdings besitzen auch sie eine weltweite Zulassung. Der Hersteller wirbt allgemein damit, dass sich seine Felgen besonders leicht aufziehen lassen und auch bei extremen Winterlandschaften ausreichenden Schutz bieten. Die Confon AG produziert ebenso Schneeketten speziell für Alufelgen, als auch Modelle für Fahrzeuge, die einen geringen Abstand wischen Rad und Radlauf besitzen. Die Ketten des Herstellers werden generell nicht hinter dem Rad montiert, sodass beim Aufziehen die Kleidung des Nutzers sauber und trocken bleibt. Durch ein spezielles System greifen die Schneeketten auch bei Eisglätte. Nicht zuletzt verbirgt sich ein weiterer positiver Vorteil noch in der individuellen Grössenverstellung, sodass die Schneeketten bei verschiedenen Fahrzeugen zum Einsatz kommen können.

7. Der Unterschied zwischen Antriebsketten und Spurketten

Je nach Hersteller und Schneeketten-Art ist die Anordnung der Kettengeflechte unterschiedlich. Es gibt somit Antriebs- und Spurketten. Bei den Antriebsketten liegen die einzelnen Kettenstücke immer quer zur Lauffläche, damit sie nicht durchdrehen. Diese Kettenart wird stets auf der Antriebsachse aufgezogen. Spurketten werden hingegen auf der Lenkachse montiert, wodurch die Reifen eine gewisse Führung erhalten, damit sie seitlich nicht wegrutschen können. Hier verlaufen die Kettenstücke in Laufrichtung des Rads. Bei den heutigen, modernen Schneeketten handelt es sich meist um eine Kombination aus Spur- und Antriebsketten. Die Kettenstücke liegen also teilweise quer und immer wieder sind auch Kettenteile als Längsstücke darin integriert. Somit können die neuen Schneeketten-Modelle sowohl ein Wegrutschen verhindern, als auch ein seitliches Ausbrechen des Wagens.

8. Schneeketten bei Alurädern

Wer seine Räder mit Alufelgen ausgestattet hat, sollte besser davon absehen, seine Reifen mit normalen Schneeketten auszustatten. Die Gefahr ist nämlich groß, dass die Alufelgen während der Montage versehentlich beschädigt werden. Für Alufelgen werden von den Herstellern daher spezielle Schneeketten angeboten. Solche Modelle unterscheiden sich von den herkömmlichen Ketten wie folgt: Schneeketten für Alufelgen sind am Felgenhornbereich mit einem speziellen Kunststoff versehen, der ein Verkratzen während der Montage verhindern soll. Kleine Kratzer können trotz dessen jedoch nicht voll-umfänglich ausgeschlossen werden. Bei sachgemäßer Verwendung mit Ketten für Alufelgen werden jedoch schlimmer Beschädigungen und tiefe Kratzer um ein Vielfaches vermieden. Auch könnten Textilschneeketten eine Option sein, allerdings eignen sich diese nicht für harte Schneeverhältnisse.

Bei der Fahrt mit diesen speziellen Schneeketten sollte stets darauf geachtet werden, dass die Ketten stets gut fest das Rad umschließen. Wer die Schneeketten über einen längeren Zeitraum hinweg verwenden möchte, sollte sie nach kurzer Fahrstrecke bestenfalls erneut nachziehen.

9. Schneeketten: So werden sie richtig verwendet

Wer Schneeketten an seinem PKW montiert, nimmt automatisch eine Veränderung am Fahrzeug vor. Im Grunde bedeutet dies, dass sich die Fahreigenschaften und das Fahrverhalten ändern können. Daher ist es wichtig, stets vorsichtig zu fahren wenn Schneeketten montiert wurden. In der Regel geben die Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h vor, die der Fahrer mit Schneeketten besser nicht überschreiten sollte. Wer zu schnell mit Schneeketten unterwegs ist, riskiert teils schlimme Schäden an den Reifen, dem Fahrzeug oder an den Ketten selbst. Durch das Drehen des Reifens wird eine enorme Wucht verursacht, sodass sich die Kette unter Umständen sogar öffnen kann und dann ungebremst gegen den PKW schleudert. Jeder Fahrer muss sich daher unbedingt an die Vorgaben des Herstellers halten. Ist eine Straße wieder frei passierbar, werden die Ketten sofort abmontiert, um ebenfalls Fahrzeugschäden zu verhindern.
Auch wenn der Fahrer genau weiß, dass in einigen Kilometern wieder eine Schneedecke passiert werden muss, sollten die Schneeketten entfernt werden. Kann das Fahrzeug jedoch nicht mehr richtig in der Spur gehalten werden, ist es wichtig, die Ketten wieder aufzuziehen, Dabei sollte bedacht werden, dass die Montage in der regel bei klirrender Kälte unter freiem Himmel passieren muss. Zur wichtigen Zusatzausstattung gehören daher unbedingt auch Handschuhe und eine Isomatte zum darauf niederknien. Allerdings sind Skihandschuhe hier nicht zu empfehlen, denn aufgrund deren Dicke hat man kaum Gefühl in den Fingern und kann dementsprechend nur schlecht beurteilen, wann die Schneeketten richtig und sicher sitzen.

10. Schneeketten FAQ: Die Antworten zu häufig gestellten Fragen

10.1. Wie viele Schneeketten braucht man
Grundsätzlich werden Schneeketten auf die Antriebsachse des Fahrzeugs montiert. Dementsprechend benötigt ein PKW immer zwei Schneeketten. Allradgetriebene Fahrzeuge können unter Umständen auch mit vier Ketten bestückt werden.

10.2. Kann man Schneeketten auch ausleihen?
Wer nur sehr selten in Regionen unterwegs ist, in denen mit einem hohen Schneeaufkommen zu rechnen ist, kann sich Schneeketten auch ausleihen. Für eine relativ geringe Mietgebühr verleihen verschiedene Anbieter wie etwa der ADAC die Ketten in verschiedenen Ausführungen.

10.3. Was ist die Höchstgeschwindigkeit mit Schneeketten?
Wurden Schneeketten montiert, darf der Fahrzeugführer eine gesetzlich zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h (je nach Land) nicht überschreiten. In der Regel bemerkt es der Fahrer jedoch selbst relativ schnell, wenn die Höchstgeschwindigkeit überschritten wird, da dies eine relativ hohe Geräuschentwicklung sowie ein holpriges Fahrverhalten zur Folge hat.

10.4. Verstößt man mit Sommerreifen und Schneeketten gegen die Winterreifenpflicht?
Autofahrer, die ohne Winterreifen unterwegs sind, dürfen nicht einfach Schneeketten auf die Sommerreifen aufziehen. Das ist in der Theorie zwar erlaubt, damit werden aber nicht die gesetzlichen Vorschriften für die Winterreifenpflicht erfüllt.

10.5. Ab wann sollten Schneeketten verwendet werden?
Der Gesetzgeber hat diesbezüglich beschlossen, dass es in gewissen Zeiträumen zu einer gesetzlich vorgeschriebenen Schneekettenpflicht kommen kann. Zumeist ist dies von November bis April der Fall. Sollte ein Fahrzeugführer trotz der entsprechenden Hinweise zu einer Schneekettenpflicht einen Unfall verursachen, und keine Ketten aufgezogen haben, kann es schnell zu Problemen mit der Versicherung kommen und auch rechtliche Konsequenzen sind nicht ausgeschlossen.

10.6. Sind Schneeketten in Österreich Pflicht?
In Österreich können auf bestimmten Fahrbahnen Schneeketten (je nach Wetterlage) vorgeschrieben werden. Ein rundes, blaues Schild mit einem Schneeketten-Symbol zeigt an, das eine Schneekettenpflicht besteht. Seit 1997 dürfen in Österreich nur noch speziell gekennzeichnete Schneeketten gefahren und verkauft werden. Wer als deutscher Urlauber mit älteren Ketten unterwegs ist, muss sicherstellen, dass sie der in Österreich geltenden Norm (Ö-Norm V5117) entsprechen. .

10.7. Sind Schneeketten in der Schweiz Pflicht?
In der Schweiz sind Schneeketten auf winterlichen Straßen mit entsprechender Beschilderung vorgeschrieben. Kommt es aufgrund einer ungeeigneten Bereifung zu Behinderungen oder Unfällen im Straßenverkehr, kann der Fahrer in Haftung genommen werden oder aber es werden Geldstrafen verhängt. Ausnahmen können für Allradfahrzeuge gemacht werden.

10.8. Sind Schneeketten in Deutschland Pflicht?
Eine allgemeine Schneekettenpflicht gibt es in Deutschland nicht. Allerdings müssen Schneeketten aufgezogen werden, wenn dies durch das runde Schild mit dem kettenbestückten Reifen gekennzeichnet wird. Bei Schneeglätte, Reifglätte, Schneematsch oder Glatteis sind Winter- oder Ganzjahresreifen Pflicht.

10.9. Muss man Schneeketten auf die Antriebsräder montieren oder auf alle Räder?
Ja, Schneeketten sollten auf die Räder der Antriebsachse montiert werden. Ist das Fahrzeug also dementsprechend ein Frontantrieb, gehören die Schneeketten auf die vorderen beiden Räder. Handelt es sich hingegen um einen Heckantrieb, müssen die Ketten auf den hinteren Reifen montiert werden. In Extremfällen, wie etwa bei Allradgetriebenen Fahrzeugen, können jedoch auch 4 Schneeketten aufgezogen werden.

10.10. Darf man mit Schneeketten auf Teer fahren?
Teer darf mit Schneeketten nicht befahren werden, denn dies führt zu starken Beschädigungen der Fahrbahn. Abgesehen davon entsteht hierdurch eine enorme Geräuschentwicklung, sodass der PKW panzerähnlich durch die Straßen rollt.

11. Sollten Schneeketten gereinigt werden?

Ja, es empfiehlt sich, die Schneeketten zu reinigen.