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Schneeketten Höchstgeschwindigkeit

Wer viel mit dem Fahrzeug unterwegs ist, weiß, wie wichtig eine gute Winterausrüstung sein kann. Schnell kann starker Schneefall auftreten, Glatteis bildet sich und ein Vorwärtskommen auf der Straße ist nur mit Winterreifen oder manchmal auch nur mit Schneeketten möglich. Es ist deshalb immer gut, diese mit sich zu führen und sich schon vor dem Wintereinbruch zu informieren, wie diese anzubringen sind. Zudem bestehen Vorschriften hinsichtlich der Höchstgeschwindigeit, die in den einzelnen Ländern unterschiedlich geregelt ist.

Montierte Schneeketten

Die Geschichte der Schneeketten

Die Geschichte der Schneeketten begann in den USA, entwickelt wurden sie bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Harry D. Weed.

  • Damals wurden von den Autofahrern Seile um die Reifen gewickelt, um mit ihren Fahrzeugen auf den damals noch schwierigen Straßenverhältnissen vorwärts zu kommen. Die Seile sorgten für Traktion, allerdings waren sie nicht gerade lange haltbar.
  • Weed griff diese Anregung auf und hatte eine Idee, Ketten aus Metall zu fertigen, die im Schnee für Haftung sorgen und vor allem langlebig sein sollten.
  • Dies war die Geburtsstunde der Schneeketten. Inzwischen sind verschiedene Spur- und Antriebsketten erhältlich. Spurketten verhindern das seitliche Abrutschen auf glatter Fläche, Antriebsketten sollen das Durchdrehen der Fahrzeugräder verhindern.

Die Geschichte der Schneeketten

Kfz-Schneeketten bestehen aus Kettenglieder, als Material dient gehärteter Stahl. Die Kettenstücke verlaufen längs und quer zur Laufrichtung der Pkw-Räder. Häufig sind sie kantig, damit der Reibungswiderstand erhöht wird.

Locker gelagerte und runde Elemente lösen den Matsch und Schnee beim Abrollen. Die Montage der Winterausrüstung erfordert etwas Übung, dabei sollte sorgfältig vorgegangen werden. Die Ketten sollten fest sitzen, oftmals steht zwischen Radkasten und Rad nicht viel Platz zur Verfügung.

Sind die Schneeketten zu locker, kann schnell die Karosserie beschädigt werden. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Ketten genau zum Fahrzeug passen. Entscheidend ist die Felgengröße sowie die Reifenbreite.

Die Höchstgeschwindigeit einhalten

Ist es unumgänglich bzw. seitens der Straßenverkehrslage erforderlich Schneeketten aufzuziehen, ist dies mit ein bisschen Geschick und Übung schnell erledigt. Wer allerdings denkt, mit dieser Fahrhilfe normal weiter fahren zu können, irrt sich. Reifen, die mit Ketten versehen sind, zeigen ein ganz anderes Fahrverhalten und das Bremsverhalten ändert sich. In vielen Ländern ist das Fahren mit Schneeketten gesetzlich geregelt. In Deutschland ist die Höchstgeschwindigeit auf 50 km/h beschränkt und die Schneeketten dürfen nur bei bestimmter Beschilderung angebracht werden. Weiterhin kann es auch seitens der Kettenhersteller Vorschriften hinsichtlich der Schneeketten Höchstgeschwindigkeit geben. Diese sind unabhängig von den gesetzlichen Regelungen zu beachten. Die Fahrhilfen ersetzen keine Winterreifen, sondern kommen nur in extremen Situationen zum Einsatz. Nur gute Winterreifen sorgen in Kombination mit Schneeketten für ein besseres Vorwärtskommen bei Schnee und Eis.

Die Regelung der Höchstgeschwindigeit in europäischen Ländern

Wie bereits erwähnt, gelten für das Fahren mit Schneeketten gesetzliche Vorschriften hinsichtlich der Höchstgeschwindigeit. Diese darf nicht überschritten werden, auch wenn die Fahrbahn dies wieder zulassen würde. Zudem sollten die Fahrhilfen wieder entfernt werden, wenn es die Straßenverhältnisse erlauben. In Deutschland sind die Ketten nur erlaubt bei spezieller Beschilderung, die Höchstgeschwindigeit liegt bei 50 km/h.

In Frankreich, Italien, Spanien, Liechtenstein und Ungarn sind sie erlaubt und können durch eine entsprechende Beschilderung gefordert werden, auch hier darf höchstens 50 km/h gefahren werden. In Österreich sind sie erlaubt und können in der Zeit vom 1. November bis 15. April bei Fahrzeugen mit bis zu 3, 5 Tonnen ohne Winterreifen vorgeschrieben werden.

Fahren ohne vorgeschriebene Höchstgeschwindigeit

In Belgien, Griechenland, Estland, Litauen, Polen, Lettland, Luxemburg, Schweden und Tschechien sind die Winter-Fahrhilfen erlaubt, eine bestimmte Regelung hinsichtlich der Schneeketten Höchstgeschwindigkeit gibt es nicht. In Ungarn und Kroatien sind Schneeketten erlaubt und sind im Fahrzeug mit zu führen. In Kroatien besteht bei 5 cm Schnee oder Glätte Schneekettenpflicht. In Estland und Großbritannien sind sie erlaubt, sofern keine Beschädigung der Fahrbahn verursacht wird, in Dänemark sind sie grundsätzlich erlaubt.

Schneeketten sind praktische Fahrhilfen für den Winter und erleichtern das Vorwärtskommen auf eisglatter Fahrbahn oder bei extremem Schneefall ungemein. Die Vorschriften hinsichtlich des Mitführens, Aufbringens und der Höchstgeschwindigeit sind in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Wer auch im Ausland unterwegs ist, sollte sich vor seiner Fahrt unbedingt genau informieren, welche Regelungen gelten. Wichtig ist, die Schneeketten entsprechend dem jeweiligen Fahrzeugtyp zu wählen, diese korrekt anzubringen und sie wieder abzunehmen, sobald die Straßenverhältnisse sich ins Positive ändern.